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Alles rund um das Gewerbe


Das Gewerbe ist eine wichtige Lebensader unseres Dorfes. Viele Familien verdienen hier ihr täglich Brot.

Die Niedersfelder Mutternfabrik Schuhl & Co ist führend in der Herstellung von Muttern. Das kleine "s" auf den Erzeugnissen dieses Industriebetriebes verrät die Herkunft der qualitativ hochwertigen Erzeugnisse. Unter anderem vertrauen große Automobilfirmen auf die Qualität aus Niedersfeld.

 

Hohe Qualität bieten auch die vielen Handwerksbetriebe, die in Niedersfeld angesiedelt sind. Es sind vor allem die Familienbetriebe, die seit mehreren Generationen ihre Fertigkeiten in Niedersfeld anbieten.

 

Auch der Einzelhandel ist eine feste Größe des Ortes. Haushaltsgeräte, Lebensmittel, Fleischspezialitäten, Dorgerieartikel, Blumenschmuck ... mehrere Einzelhandelsgeschäfte sorgen für ein vielfältiges Angebot direkt vor Ort.

 

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Pressemitteilung zur Nacht des Backens vom 29. Juni 2007





Heimische Wirtschaft
"Schuhl & Co" muss Stellen abbauen
Winterberg, 28.08.2009, wp
Quelle: www.derwesten.de (Westfalenpost)

Die Mutternfabrik "Schuhl & Co" mit Sitz in Niedersfeld muss von ihren aktuell 128 Arbeitsplätzen 45 abbauen, davon 34 Vollzeitstellen. Gründe sind die Wirtschaftskrise sowie der Ausstieg von BMW als Abnehmer der Zubehörteile. Dies teilten Geschäftsführung und Betriebsrat der Westfalenpost mit.

Niedersfeld. (rah) Der zweitgrößte Arbeitgeber im Stadtgebiet Winterberg, die Mutternfabrik „Schuhl & Co” in Niedersfeld, muss von seinen derzeit 128 Arbeitsplätzen 45 abbauen, davon 34 Vollzeitstellen. Dies teilten Geschäftsführung und der Betriebsrat gestern im Gespräch mit unserer Zeitung mit.

Wer jetzt glaubt, die globale Wirtschafts- und Finanzkrise sei die alleinige Schuldige für diesen für die gesamte Region schmerzhaften Schritt, der irrt. Neben der Krise trifft zudem der unerwartete Ausstieg des Automobil-Herstellers BMW als bislang treuer Abnehmer der Muttern von „Schuhl & Co” das im Kern gesunde Unternehmen hart. „Die Wirtschaftskrise hätten wir gestemmt, auch einen Ausstieg von BMW ohne Finanzkrise hätten wir gemeistert. Beides zusammen können wir ohne entsprechende Maßnahmen aber nicht verkraften. Deshalb müssen wir das Unternehmen jetzt so umstrukturieren, dass die Existenz der Firma nicht ganz gefährdet wird”, sagt Geschäftsführer Paul-Günter von den Steinen. Auch der Betriebsrats-Vorsitzende Jens Mantel betont die externen Ursachen: „Die Probleme sind nicht hausgemacht. Wir haben in den letzten Jahren sehr erfolgreich gearbeitet. Es wurde in unseren Betrieb investiert und die Mitarbeiter haben sogar Erfolgsbeteiligungen erhalten. Es kann jetzt doch nicht alles falsch gewesen sein.” Mitte Juni hatte BMW die Zusammenarbeit aufgekündigt. Nun liefert ein Mitbewerber, der offensichtlich erheblich günstiger anbieten kann. 49 Jahre war BMW Kunde in Niedersfeld. Bis Ende September wird noch geliefert, dann ist endgültig Schluss. Am Mittwoch wurde die Belegschaft informiert, Geschäftsführung und Betriebsrat verhandeln jetzt über einen Sozialplan. „Bei uns herrscht natürlich Wut, Existenz-Angst und Enttäuschung. Wir kennen uns hier alle, kommen alle aus der Region. Es wird ein schmerzhafter Schritt. Da werden Tränen fließen”, sagt Jens Mantel. Dabei hatte man im zweiten Halbjahr sogar Licht am Ende des Krisen-Tunnels gesehen. Lag der Jahresumsatz 2007 noch bei 18,1 Mio Euro, waren es 2008 im Zuge der Wirtschaftskrise noch 16,5 Mio Euro. Mit den BMW-Umsätzen wurden in diesem Jahr bislang 7,1 Mio Euro umgesetzt, ohne BMW wären es 4,3 Mio Euro gewesen. „Allerdings sind die Umsatzverluste 2009 von anfänglich 45 Prozent auf aktuell 25 Prozent gesunken. Wir rechnen zum Jahresende mit minus 20 Prozent. Zwar weiß ich nicht, was 2010 passiert, aber ich rechne mit einem Umsatz zwischen 8 und 10 Mio Euro. Dafür brauchen wir stabile Strukturen. Ein solides und breites Kundenpotenzial haben wir”, betont Paul-Günter von den Steinen.