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Tagebuch des Jubiläumsseefestes
- 2. November
Erstes Treffen in kleiner
Runde. Was wollen wir? Was können wir? Was brauchen wir? Wir schreiben
Ideen auf, lassen sie sacken und schauen mal, was wird.
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- 29. November
Zweites Treffen. Zu groß. Zu
aufwändig. Nicht machbar. Die Stimmung schwankt zwischen Euphorie und
Ablehnung. Aber wir gehen mit dem Willen auseinander, es groß
aufzuziehen.
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- 07. Februar
So ganz nebenbei ist ja auch
noch die große Ostereiersuche zu organisieren. Das schaffen wir schon.
Das Programm zum Jubiläumsseefest wird in seinen ersten Grundzügen schon
mal aufgestellt und nimmt konkrete Formen an.
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- 27. Februar
Es wird immer konkreter. Wir
brauchen jedoch Sponsoren, die Kosten werden gewaltig sein. Reinhold
beginnt mit der Sponsorensuche. Die Westfalenpost sagt ihre Unterstützung
beim Seefest zu.
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- März
Einige Ortstermine stehen
an, unter anderem mit dem Hubschrauberpilot. Das Gelände eignet sich
gut. Auch der Zeltbauer schaut sich am See um und sieht keine
ernsthaften Probleme. („Trocken sollte es schon sein beim Aufbau…“)
Gespräche werden auch mit Getränke Becker geführt. Etliche Termine
stehen für Sponsorensuche und andere organisatorische Sachen an.
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- 27. März
Erneutes Treffen im
Josefshaus. Vorher haben wir am See noch mal einen Ortstermin für die
große Ostereiersuche abgehalten. Bald geht’s rund am See.
Zwischenzeitlich gründen wir eine GbR. Viele Vereine wollen dabei sein.
Reinhold und ich werden zu Geschäftsführern gewählt. Glückwunsch! Was
wir uns damit wohl aufgehalst haben? Details zum Seefest werden erneut
besprochen. Alle sitzen mit am Tisch.
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- 09. Mai
In der Zwischenzeit haben wir eine wahnsinns Ostereiersuche hinter uns.
4.500 Gäste kamen zum See. Doch lange über den Erfolg freuen können wir
uns nicht, denn auch das Seefest rückt immer näher.
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- 29. Mai
Nochmal eine Besprechung im
Josefshaus. Die vorher eingeteilten Arbeitsgruppen berichten über ihre
Planungen. Einzelne Programmpunkte werden besprochen, verschoben,
abgesagt oder festgezurrt.
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- 27. Juni
Bald steht schon
Schützenfest an. Wir legen weitere Einzelheiten fest, unter anderem soll
die Abwicklung an den Ständen über Wertmarken gehändelt werden. Die
Personalplanung wird schon mal konkreter. Wir brauchen viele Helfer und
noch mehr.
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- 11. Juli
Noch kurz vor Schützenfest
treffen wir uns erneut. ACM hat schon Plakate und Flyer fertig. Sie sind
gut geworden. Auf allen Festen werden sie nun verteilt. Die heiße Phase
beginnt. Während dessen wird in der Presse schon fleißig berichtet.
Mehrmals pro Woche ist vom großen Jubiläumsseefest zu lesen. Erstmal
wird aber eine Denkpause verordnet: Es wird Schützenfest gefeiert!
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- 23. Juli
Letzte gemeinsame
Besprechung vor dem Fest. Zwischenzeitlich sind Einladungen
rausgeschickt worden, etliche Flyer und Plakate verteilt und viele
Kleinigkeiten geregelt worden. Der Finanzplan steht ebenfalls, auch der
Personalplan steht. Jetzt packen wir es an.
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- 24. Juli
Das Festzelt hat sich angekündigt. Früher als erwartet. Gegen 17 Uhr
erreichen die voll bepackten LKW's mit den noch mehr voll bepackten
Anhängern Niedersfeld. Jetzt nur noch die Gefährte zum See bringen. Aber
wie? Dammweg geht nicht, zu schwer. Erste Aufregung, denn in einer
kleinen Straße hat sich schon ein Brummi fast fest gefahren. Zu schwer -
zu groß - Kommando zurück. Mit viel Mühe geht's dann doch. Bis halb neun
wird schonmal die eine um die andere Platte gesetzt. Der Untergrund ist
zu feucht, daher müssen die ursprünglichen Platzpläne geändert werden.
Das Zelt wird nun nicht längst zum See, sondern quer gestellt. Das
schont den Untergrund beim Aufbau, denn der Anhänger kann auf dem festen
Weg stehen bleiben...
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- 25. Juli
Die fünf Zeltaufsteller packen früh morgens wieder zum Kran und basteln
am Zelt. Die Männer russischer Herkunft sind freundlich und fleißig.
Einer erzählt mir, er sei Diplom-Vermesser. In Deutschland könne er in
seinem Beruf nicht arbeiten - kein Arbeitsplatz. In Russland könne er
mit diesem Beruf auch nicht arbeiten - damit sei kein Geld zu verdienen.
So schlägt er sich als Zeltbauer durch, da könne er wenigstens Geld
verdienen. Das Zelt wächst und wächst. Gegen 16 Uhr ist es komplett. Die
Männer reisen ab, wünschen uns ein gutes Fest.
Am Abend trifft sich ein kleiner Kreis am See, um nochmal über die
Gestaltung des Festplatzes und die Einrichtung des Zeltes zu sprechen.
Die verschiedensten Sachen sind zu beachten. Der Plan wird nochmals
"modifiziert". Während dessen gibt es eine gute Nachricht aus
Frankenberg: Die Bundeswehr stellt ein 60 KVA-Aggregat zur Verfügung.
Das ist auch notwendig, denn wir brauchen mehr Strom, als am See
verfügbar ist.
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- 27. Juli
Im Programmablauf gibt eine Änderung. Das Team der Wasserorgel hat
abgesagt. Nicht zu unserer Freude! Wir bestellen flugs ein Feuerwerk.
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- 29. Juli
Der Bühnentechniker macht sich vor Ort ein Bild, um die großen
Anforderungen für Licht und Beschallung erfüllen zu können.
Am Abend probt die Modenschau erstmals im Zelt. "Das ist ja
riesig!", so die ersten überraschenden Kommentare zum Zelt.
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- 30. Juli, Montag
Radio Sauerland und Westfalenpost beginnen mit den Werbeaktionen zum
Fest. Die Lieferung der Sparkassenbühne wird bereits für heute
angekündigt, auch die Toilettenwagen sollen schon aufgestellt werden.
Zudem beginnen die Organisatoren mit der Elektroinstallation im Zelt.
Die Theaterjugend ist schon gespannt, es darf erstmals im Zelt geprobt
werden. Die Mitarbeiter des Bauhofs bringen schon die Absperrgitter an
den See. Die Festplatzordnung wird derweil erneut überarbeitet. Die
einzige Kneipe im Ort, die Montags auf hat, bietet uns Platz, noch mal
eine Organisationsbesprechung abzuhalten.
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- 31. Juli, Dienstag
Das Fest ist nicht genug.
Morgens steht zunächst eine Besprechung zur Gewerbeschau an. Eine
Veranstaltung jagt die andere. Nach gut zwei Stunden ist wieder Zeit
für’s Seefest. Es sind doch noch viele kleine und große Sachen zu
organisieren.
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- 01. August, Mittwoch
Morgens um halb acht stehe
ich mit Franz-Konrad beim Wasserwerk. Wir holen das große Aggregat und
packen die dicken Kabel in den Anhänger. Meine Güte, sind die schwer. Kabel
legen ist dann später angesagt. Anton gibt mir eine kurze Einweisung,
und dann geht es los. Zunächst muss das Zelt verkabelt werden, dann
werden schon mal im Außenbereich einige Kabel verlegt und Bauverteiler
angeschlossen. Nee, was ein Aufwand!
Eigentlich war geplant, das Zelt der Sparkasse aufzustellen, aber es
kann noch nicht geliefert werden. Verzögerung um einen ganzen Tag. Die
Helfer waren bestellt, sind aber größtenteils für morgenabend bestellt
worden. Diejenigen, die trotzdem gekommen sind, packen an, wo es nötig
ist. Abends gegen halb neun machen wir erstmal Schluss. Morgen ist ja auch
noch ein Tag.
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- 02. August, Donnerstag
Eigentlich mein Heimtag.
Heute lasse ich das Seefest mal Seefest sein. Denkste! Das
Aggregat muss noch getankt werden, Öl fehlt auch noch. Also hole ich
schnell den Lambourgini und hole das Teil am See ab, um es bei Trippen
aufzutanken. Zurück am See, gibt’s den ersten Testlauf. Jetzt muss nur
noch der Bier-Becker kommen. Dort gibt es aber Probleme, die Lieferung
verzögert sich, die Cola steckt noch im Stau.
Zwischenzeitlich wird noch dickes Versorgungskabel vom Ruhrquellenlift
geliefert. Ohne dieses hätten wir die Verteilerkästen nicht anschließen
können. Dann trifft um sieben auch das Sparkassenzelt ein. ACM hat’s mit
dem Ranger geliefert. Ein schweres Teil. Gut 10 Personen bauen das Zelt
auf. Wie aufwändig!
Gegen halb acht rückt auch Getränke Becker an. Endlich. Wir nutzen das
trockene Wetter, um alles zu stellen. Es klappt wie am Schnürchen, aber
hier und da ist es doch noch verdammt nass. Bevor es dunkel wird, machen
wir Feierabend.
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- 03. August, Freitag -
Rock am See
Es ist Freitagmorgen. Es
regnet. Aber es wird – so hoffen wir alle. Tatsächlich. Schon ab Mittag
wird es klarer, die Sonne erkämpft sich ihren Platz am Himmel. So, nun
die Übersicht behalten. Was muss noch gemacht werden? Jede Menge Kabel
wurden zwar schon am Donnerstag verlegt, aber das war längst nicht
alles. Allein die Wasser- und Abwasserleitungen ziehen sich weitläufig
über den ganzen Festplatz. Was ein Aufwand!
Nach und nach baut sich der Festplatz auf. Das Sanitätszelt,
Organisationszelt mit Verpflegung für die Helfer, das Fischzelt,
Pizzastand, Imbissstände, Eistheke, Haribostand und und und. Da kommt
eine Menge zusammen.
Wir werden pünktlich fertig. Im Zelt ist nun alles soweit. Um 20 Uhr ist
Einlass. Der Besucherstrom ist zunächst nicht auszumachen. Die heutige
Jugend zieht es halt erst später aus dem Haus. Auch der
Shuttlebusservice wird nur sehr träge angenommen. Am späten Abend ist
das Zelt, was durch Absperrungen für diese Feier hergerichtet wurde, gut
besucht. Allerdings ist es kalt. Sehr kalt. Brr.
Downfield spielt auf. Keiner kann sich deren Klängen widersetzen. Auch
nicht diejenigen, die zu Hause geblieben sind. Es knallt und schallt
durch’s ganze Dorf. Gegen halb drei wird der Schlüssel herumgedreht.
Morgen ist ja auch noch ein Tag.
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- 04. August,
Samstag - volles Programm
Es ist halb neun, als die Helfer mit der Herrichtung des Zeltes
beginnen. Einige haben den Abend noch nicht ganz verarbeitet. Der wirre
Ameisenhaufen, so scheint es, weiß aber genau, was zu tun ist. Und so
können wir um 13 Uhr planmäßig mit dem Fest beginnen. Es geht locker
los.
Um 14 Uhr treffen die ersten Ehrengäste ein. Siggi Socke beginnt mit
seinem Kinderprogramm auf der Bühne und sorgt am Nachmittag für gute
Unterhaltung. Um halb drei begrüße ich kurz alle Gäste und bitte den
stv. Landrat Rudolf Heinemann auf die Bühne. Er überbringt die Grüße des
Schirmherrn Landrat Dr. Karl Schneider und gratuliert zur tollen
Gemeinschaftsleistung. Auch Bürgermeister Werner Eickler zeigt sich sehr
glücklich, allen Niedersfeldern zum Fest gratulieren zu dürfen. Er
beglückwünscht besonders die Organisatoren und freut sich, dass alle
Vereine am großen Fest mitgewirkt haben. Zusammen mit Reinhold werde ich
zum „Kapitän zu See“ befördert. Ortsvorsteher Heinz Schmidt gibt in
seinem Grußwort einen Überblick über den immensen Aufwand, den alle
Beteiligten betreiben mussten, um das Seefest auf die Beine zu stellen.
Er zeigt sich ebenfalls sehr glücklich, dass alle an einem Strang
ziehen.
Was folgt, begeistert die vielen Zuschauer im großen Festzelt. Die
Modenschau, dargeboten von Niedersfeldern, wird sehr professionell
aufgeführt. Echt Klasse. Belohnt wird dieses mit einem tosenden Applaus.
Danach wird es Zeit, draußen ein wenig frische Luft zu schnappen. Im
Zelt wird es immer wärmer. Eigentlich sollte es hier nun musikalisch
weitergehen. Das Zelt ist leer gefegt. Alle Besucher tummeln sich
draußen, um beim Human-Soccer-Turnier die Tore zu zählen, das
Kistenstapeln zu beobachten oder mal selbst beim Bullenreiten
mitzumachen. Während dessen wird auf dem Wasser eine atemberaubende Show
geboten. Sogar eine Pyramide wird auf Wasserskiern gezeigt. Am frühen
Abend spielt die Sven West Showband auf, unterbrochen von Roberto
Capitoni, dem kleinen Italiener. Die Resonanz ist mäßig – wohl zu früh
am Abend. Karsten Hesse wartet derweil noch auf seinen Auftritt. Gegen
halb acht ist es dann endlich soweit. Er zieht die Besucher in seinen
Bann, spielt Elvis-Schlager, Oldies und unterhält ein begeistertes
Publikum.
Naja, da war sie wieder, die Tombola. Es sei nur kurz erwähnt, dass wir
wirklich hochwertige Preise vorhalten konnten. Doch es zog sich wieder
einmal hin. Vivien zog fleißig die Nummern, doch gewinnen konnte nur,
wer noch anwesend war. Letztlich haben wir aber alle Preise an
glückliche Gewinner geben können.
Unmittelbar ging es im Zelt weiter. Dort hatte sich die Band „Night
Delight“ schon warm gespielt. Aber es sollte noch heißer werden. Das
Zelt war prall gefüllt mit Besuchern und die Band verstand es, den
musikalischen und tänzerischen Nerv der Gäste zu treffen. Eine super
Stimmung.
Einen Höhepunkt setzte gegen elf Uhr noch einmal das Höhenfeuerwerk. Das
krachte am See schon gewaltig. Im Dorf berichtete man später, dass im
Schrank das Geschirr gewackelt habe – so laut seien die Böller gewesen.
Das Feuerwerk spiegelt sich im See – einmalig schön.
Leider kam es zwischenzeitlich zu einem Unfall. Ein Gast kam am
Zelteingang zu fall. DLRG und ein zufällig anwesender Arzt kümmerte sich
sofort um den Verletzten. Die später festgestellte Diagnose hatte einen
mindestens einwöchigen Krankenhausaufenthalt mit anschließendem
wochenlangen Arbeitsausfall zur Folge. Schade. Wir wünschen gute und
schnelle Besserung.
Die Band wird kurzerhand für eine Stunde länger verpflichtet, denn auch
nach dem Feuerwerk bricht die gute Stimmung im Zelt nicht ab. Erst gegen
halb drei gehen die letzten Gäste, um drei Uhr schließe ich das Zelt ab.
Feierabend.
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- 05. August, Sonntag -
Bransch
Früh morgens um 8 Uhr schließe ich das Zelt auf, es stehen einige Helfer
bereit. Die beiden letzten Abende hängen einem hinterher. Fehlender
Schlaf und das ganze Drumherum fordern halt seinen Tribut.
Das Zelt muss hergerichtet werden. Viel Arbeit. Gleichzeitig wird für
den Feldgottesdienst alles hergerichtet. Dort gab es einige Missverständnisse,
denn der Gottesdienstplatz musste mehrfach "verschoben"
werden. Ein paar Minuten später fangen wir an. Es sind sicher 200
Gottesdienstbesucher, alle Plätze sind belegt. Bei schönem, aber
windigem Wetter feiern wir Eucharistie direkt am See - herrlich. Das
Ensemble der Blasmusik spielt unter der Leitung von Christopher
Dietrich, Pfarrer Junk predigt von unserem schönen See und wir alle sind
glücklich und zufrieden.
Etwas später gibt es nochmal einige Probleme mit dem Programm. Der
RAG-Chor ist für halb eins angesagt. Viel zu spät, die sollten doch um
viertel vor elf schon singen. Flugs angerufen. Um 11 Uhr stehen sie auf
der Bühne und singen mit ihren gewaltigen Stimmen. Das Zelt ist
allerdings so voll, dass hinten nicht mehr viel ankommt. Während dessen
wurde das Büffet eröffnet. Lange Schlangen bilden sich, allen schmeckt
es sehr gut. Während sich die Mitglieder des RAG-Chores nicht so recht
entscheiden können, ob sie nun im Zelt oder im RAG-Heim essen sollen,
spielen die Kinder des Theatervereins zur Freude der Festbesucher ein
kurzweiliges Stück. Klasse! Die Blasmusik übernimmt die gute Stimmung im
Zelt und wechselt wenig später auf die Außenbühne, da es im Zelt doch zu
warm wird.
Am Nachmittag habe ich einen Hänger. Müde und abgeschlagen warte ich auf
meinen Hubschrauberrundflug. Ist mir komisch zumute? Bin ich aufgeregt?
Mh. Irgendwie fühle ich nix. Nur Müdigkeit. Aber die verfliegt im
wahrsten Sinne des Wortes. Ich genieße den Rundflug, der mich u.a. über
die Hochheide führt. Eine tolle Sache! Eine tolle Aussicht! Ein toller
Flug! Super!
Draußen haben sich viele Seefestfreunde zusammengefunden. Unter
musikalischer Umrahmung der Blasmusik klingt der Tag aus. Naja, es
klingt schon sehr ausführlich aus. Um halb elf ist das letzte Fass leer,
der Bierwagen schließt die Pforte. ENDE. Ein volles, unterhaltsames aber
auch anstrengendes Programm geht zu Ende. Gegen 0 Uhr falle ich ins
Bett, vorher haben wir dem Türken noch einen Besuch abgestattet und ein
Betthupferl zu uns genommen.
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- 06. August
Radio Sauerland hat mit der Nachberichterstattung begonnen.
Ortsvorsteher Heinz Schmidt zeigt sich sehr zufrieden - wie wir alle. Heute
schlafe ich erstmal aus. Naja, zumindest so lange, wie ich kann – oder
wie es geht.
Um halb zehn klingelt schon der Zeltbauer durch, das Zelt wird
gebraucht, steht aber noch voll. Naja, ran an die Arbeit. Ein paar
Helfer sind schon um 10 Uhr da. Wir packen es. Um 14 Uhr wird die
Helferschar größer, gegen 18 Uhr ist alles abgebaut und der Platz wieder
hergerichtet. Wir essen noch ein Bockwürstchen und trinken ein letztes
kühles Krombacher. Die Arbeit ist nun fast erledigt - zumindest die, die
nach Außen sichtbar ist. Wir sehen noch, wie die Sonne den Kreuzberg
hinunter fällt und verabschieden uns gegen halb neun.
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- 07. August
Der Regen hat uns wieder. Nach drei Tagen echtem Sommer geht das
Schmuddelwetter wieder von vorne los. Firma Stratmann ist mit der Abfuhr
des Mülls beschäftigt. Die Menge ist überschaubar. Gut für die Umwelt.
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- 08. August
Es ist mal wieder Dauerregen angesagt. Des Morgens fahren wir das
Aggregat und die ganzen dicken Stromkabel wieder zurück nach Winterberg.
Skiclub und Wasserwerk sowie der Ruhrquellenlift haben uns
freundlicherweise ausgeholfen. Wir haben uns für halb zwei verabredet,
um das letzte Teil des Festplatzes abzubauen. Gegen viertel vor rückt LU
Technik an, um die Sparkassenbühne abzubauen. Der Festplatz steht unter
Wasser, aber das ist kein Problem für den Ranger von ACM. Er zieht die
Bühne aus dem Morast und stellt sie am Parkplatz ab. Während dessen
holen die Kollegen des Bauhofes den langen Absperrzaun ab. Auch an ihnen
geht der Regen nicht vorbei. Der Rimberg ist in dichte Nebelschwaden
versunken. Sommer 2007...
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