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Kreisschützenfest in Niedersfeld


Aktuelle Informationen

 

 
 

Foto: v.l. Bürgermeister Werner Eickler, stv. Landrat Rudolf Heinemann, Ortsvorsteher Heinz Schmidt, Bundestagskandidat Prof. Dr. Patrick Sensburg, Ehrenbrudermeister Karl-Heinz Isken, Ehrenvorstandsmitglied Wolfgang Imberg, Ratsmitglied Diethelm Geilen und MdL Hubert Kleff.

Ehrengäste zur Kreisversammlung 2009


Foto: Bürgermeister Werner Eickler bei seinem Grußwort

Bürgermeister Werner Eickler


Foto: Brudermeister Heiner Schleimer

Brudermeister Heiner Schleimer


mehr als 600 Delegierte waren nach Niedersfeld gekommen


Abschluss der Versammlung mit der deutschen Nationalhymne



 

Niedersfeld erhält Kreisschützenfest 2011

Jahresversammlung in der Schützenhalle

 

Zur Jahresversammlung des Kreisschützenbundes Brilon begrüßte der stv. Kreisoberst Karl-Heinz Höing mehr als 600 Schützenschwestern und Schützenbrüder in der Niedersfelder Schützenhalle. Er leitete in Vertretung des kurzfristig erkrankten Kreisoberst Dieter W. Braun die Versammlung. Braun wandte sich mit einem geschriebenen Grußwort an die Versammlung und wünschte dieser einen guten Verlauf.

 

Heiner Schleimer, 1. Vorsitzender der gastgebenden St. Hubertus Schützen aus Niedersfeld blickte in seinem Grußwort auf die Historie der Schützenbruderschaft und der Schützenhalle zurück. „Ich habe hier eine Starke Truppe an meiner Seite und das zeigt sich unter anderem im Topzustand der Halle“, so der Brudermeister. Schleimer weiter: „Dass wir vor 11 Jahren die Halle von der Stadt Winterberg übernommen haben, war eine schwere, aber sehr richtige und gute Entscheidung.“

 

Die Sorgen vieler Vereine, zum Schützenfest ohne Königsanwärter da zu stehen, sei nur durch umsichtige Festplanung in den Griff zu bekommen. „Wir müssen einen überschaubaren Kostenrahmen schaffen, damit es wieder jedem möglich ist, unter die Vogelstange zu gehen“, so der Niedersfelder Brudermeister.

 

Neben dem stv. Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes, Karl-Heinz Benteler und dem stv. Landrat des Hochsauerlandkreises Rudolf Heinemann hielt auch Hubert Kleff, Mitglied des Landtages NRW ein Grußwort an die Schützen. Er verwies darauf, dass der Landtag jüngst das Engagement aller Schützenvereine gewürdigt habe und die ehrenamtliche Arbeit der Schützen weiterhin fördern und unterstützen wolle. Vor dem Hintergrund der schlimmen Ereignisse in Baden-Württemberg bat Kleff darum, alle Jugendlichen in die Vereinsarbeit einzubeziehen. „Besonders diejenigen, die am Zaun stehen, müssen aktiv eingebunden werden“, so Kleff weiter. Er schloss sein Grußwort mit Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise mit einer eindringlichen Bitte. Wörtlich sagte Kleff: „Bitte erhöht die Bierpreise nicht!“

 

Bürgermeister Werner Eickler stellte seinerseits den demografischen Wandel in den Focus seines Grußwortes. „Der Konkurrenzkampf um die Jugendlichen hat in den Vereinen bereits begonnen“, so seine Feststellung. Auch die Vereine müssten sich noch stärker den demografischen Herausforderungen stellen und agieren. „Langgediente ehrenamtlich Tätige sind die Säulen unserer Dorfgemeinschaften und leisten einen wertvollen Beitrag zu generationenübergreifenden Verbindung. Es muss unser Ziel sein, dass wir dieses Potential weiter nutzen, auch wenn die Männer und Frauen schon sein 10, 20 oder 30 Jahren ehrenamtlich aktiv sind“, so der Bürgermeister weiter.

 

Pfarrer Michael Kleineidam, Dechant des Dekanates Hochsauerland-Ost, rief die Schützen auf, sich wieder stärker auf die Werte des Schützenwesens zu konzentrieren. „Wir dürfen die Grundsätze ‚Glaube-Sitte-Heimat’ nicht nur auf unseren Fahnen tragen, wir müssen sie verteidigen und leben“, so sein Appell. Diese Grundsätze dürften keine hohlen Worte sein. Die Schützen seien angehalten, diese Worte mit Leben zu füllen.

 

Gewohnt unterhaltsam, wenn auch mit ernstem Hintergrund wagte der evangelische Kreispräses Roland Lichterfeld die Aussage: „Die Schützen haben den Durchblick! Sie könnten sogar die Wirtschaftskrise in den Griff bekommen, wenn sie denn politische Macht hätten.“ Lichterfeld mahnte, dass man in der internationalen Finanzwirtschaft offenbar schlicht vergessen habe, dass Ausgaben nun einmal keine Einnahmen seien. „Jeder Kassierer unserer Vereine weis das besser“, so seine Feststellung. Er zitierte Jesu Gleichnis von den Talenten, wonach zwei der drei Diener das Geld, was ein Mann ihnen anvertraute, durch gutes Wirtschaften verdoppelten, der dritte Diener aber nicht einmal den Zins erwirtschaftete. Pfarrer Lichterfeld rief die Schützen auf, ihre guten Fähigkeiten und Talente weiter sinnvoll einzusetzen. „Es ist nicht wichtig, Geld um des Geldes Zweck zu vermehren. Die Talente, die uns Gott geschenkt hat, sollen um des Gewinns der Gemeinschaft wegen eingesetzt werden“, so Lichterfeld.

 

Kreischgeschäftsführer Norbert Clement nannte in seinem Jahresbericht die stolze Summe von fast 1 Millionen Euro, welche die 68 Vereine im Jahr 2008 in die Erhaltung ihres Eigentums investiert haben. Über 30.000 Schützen haben sich im Kreisschützenbund zusammengeschlossen.

 

Bei der Wahl zum neuen Kreisschatzmeister konnte sich Daniel Hoffmann aus Assinghausen gegen Guido Meyer aus Winterberg durchsetzen. Amtsinhaber Arthur Wahle aus Assinghausen stellte dieses Amt zur Verfügung, er wird sich künftig als Bundesschatzmeister im Sauerländer Schützenbund (SSB) engagieren. In einer prägnanten Ansprache versprach Wahle, „den Vorstand des SSB wieder auf den Teppich zu bringen“. Der neue SSB-Vorstand solle ein Vorstand zum Anfassen sein, so Wahle.

 

Die Vergabe des Kreisschützenfestes 2011 fiel einstimmig auf die Schützenbruderschaft St. Hubertus Niedersfeld. Brudermeister Heiner Schleimer trug der Versammlung die Niedersfelder Bewerbung vor und zeigte sich zuversichtlich, diese großen Herausforderungen schultern zu können. Zuvor hatte Hallenbergs Schützenmajor Werner Menzel ein Resümee des vergangenen Kreisschützenfestes 2008 gezogen: „Hut ab vor allen, die so ein Fest organisiert haben! Feiern ist doch einfacher, als zu organisieren“, so Menzel. Stolz präsentierte er die Zahlen des Festes. 3.300 Festzugteilnehmer haben am großen Festzug teilgenommen, der von 18 Musikkapellen und 7 Spielmannszügen begleitet wurde. Menzel bemängelte jedoch die mangelnde Teilnahme am Festgottesdienst. Geschichte sei beim Kreisjugendvogelschießen geschrieben worden. Erstmals habe mit Kristin Kürmann aus Altenbrilon eine Frau das Amt der Kreisjugendschützenkönigin inne.

 

Bei der sich anschließenden Aussprache bemängelte Langewieses Vereinsvorsitzender Hans-Werner Fritsche die fehlende Toleranz gegenüber den Schützenschwestern, insbesondere bei den Jungschützen. „Es mag für viele eine gewöhnungsbedürftige Situation sein, dass auch Schützenschwestern im Kreisschützenbund vertreten sind. Besonders die Schützen sollten aber in der Lage sein, dieses noch stärker zu tolerieren“, so Fritsche.

 

Der stv. Kreisoberst Höing lobte zum Abschluss die gute Organisation der Versammlung durch die Niedersfelder Schützen. Diese, so Brudermeister Heiner Schleimer, blickten nun mit Freude auf das nächste Kreisschützenfest im September 2011. Bürgermeister Werner Eickler gratulierte den Niedersfeldern zur Wahl und sicherte erneut die Unterstützung der Stadt für das große Ereignis zu.


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