Noch kein Bericht aus 2012? Schweinerei. Hier hat die Redaktion gepennt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, woll...
Niedersfeld, im Juli 2011
Niedersfeld feierte ein tolles Fest Brudermeister ist neuer Schützenkönig
Drei Tage stand der erste Ort an der Ruhr im Zeichen des Schützenfestes. Die Niedersfelder feierten am dritten Juliwochenende ihr Hochfest und begannen am Samstagnachmittag mit den Ständchen. Unter anderem erhielten das amtierende Königspaar Manuel Schmidt und Anja Sauerwald und auch Diakon Rudolf Kretzer ein Ständchen. Die Bruderschaft ehrte zudem bereits am Nachmittag August Geilen für sein 70-jähriges Vereinsjubiläum. Sichtlich gerührt und voller Stolz nahm er den Orden entgegen. Am ersten Festtag standen auch die Ehrungen verdienter Mitglieder und Offiziere im Mittelpunkt. Am Morgen des zweiten Festtages riefen die Kirchenglocken zum Gottesdienst. Diakon und Schützenbruder Rudolf Kretzer hielt eine packende Festpredigt und beleuchtete die Werte der Schützenbruderschaft, Glaube, Sitte und Heimat aus seiner ganz persönlichen Erfahrung. Die vielen Besucher im voll besetzten Gotteshaus ließen sich von der Ansprache und von der musikalischen Umrahmung des Blasorchesters Brilon mitreißen. Beim anschließenden traditionellen Frühschoppen zeigten die Briloner Musiker einmal mehr, was sie an musikalischen Genüssen zu leisten im Stande sind. Der Festzug am Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des amtierenden Königspaares Manuel Schmidt und Anja Sauerwald, die gemeinsam mit ihrem Hofstaat abgeholt wurden. Mit dabei waren auch das Jungschützenkönigspaar Kevin Grosche und Valentina Schmidt sowie das Kinderschützenkönigspaar Aenna Geilen und Fabian Schmidt. Anschließend wurde das Jubelkönigspaar Joachim Harbecke und Jutta Wahle abgeholt. Am Ehrenmal hielt der Zug inne und Stefan Geilen, Oberst der Bundeswehr und selbst Niedersfelder, hielt den vielen Anwesenden vor Augen, warum die Erinnerung an Krieg und Gewalt auch nach so einer langen Zeit nach den Weltkriegen aufrecht erhalten bleiben muss. Eindrucksvoll und tiefsinnig schlug er den Bogen von den Kriegstoten und Vermissten des Dorfes zu den in den Kriegen der Neuzeit getöteten Soldaten. Er machte beispielhaft deutlich, dass der Krieg in unterschiedlichsten Teilen der Welt nicht weit weg ist, sondern Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft hiervon betroffen sind und warb dafür, dass alle Teile der Bevölkerung ihren Teil der Verantwortung auf sich nehmen. Eine Rede, die vielen Festzugteilnehmern und Besuchern unter die Haut ging. Nach dem Einmarsch in die Schützenhalle wurden Joachim Harbecke und Jutta Wahle für ihr 25-jähriges Königsjubiläum geehrt. Heiner Schleimer blickte zurück auf das Schießen im Jahr 1987. Damals löste er selbst den Jubelkönig ab. „Vielleicht treffen wir uns ja morgen früh an der Vogelstange und lassen damalige Zeiten noch mal aufleben“, so formulierte Schleimer den Wunsch, dass möglichst viele Königsbewerber seinem Aufruf folgen würden. Dietlinde Geilen blickte an diesem Tag auf ihr 50. Königinnenjubiläum zurück. Auch sie wurde durch den Brudermeister geehrt. Der Spielmannszug Grönebach, in dem König Manuel und Königin Anja aktiv mitwirken, nahm die gute Stimmung des Tages auf und brachte weitere gute Laune und beste Unterhaltung in die Schützenhalle. Der Sonntagabend wurde ganz im Sinne eines großen Familienfestes gefeiert. Ausgelassen und fröhlich feierte und tanzte das Schützenvolk, was nicht zuletzt der guten Unterhaltung durch die Bigband des Blasorchester Brilon zu verdanken ist. Zuvor zelebrierte das Blasorchester zusammen mit dem Tambourcorps Brilon den großen Zapfenstreich. Viele Besucher nahmen diesen Programmpunkt zum Anlass, die Halle am Abend wieder aufzusuchen. Andächtig und still wurde es während des Zapfenstreichs. Zwar war die Nacht für viele Schützenfestteilnehmer recht kurz, aber am Montagmorgen traten die Schützen an der Kirche zum Vogelschießen an. Schon am Festsonntag freuten sich alle über das Glück, nicht in die vorhergesagten Regenschauern zu kommen und so hielt sich bis zum Mittag das Wetter sehr gut, bevor einige Schauern die Menschen unter der Vogelstange im Stein enger zusammenrücken ließ. Immer wieder schaute aber auch die Sonne aus der Wolkendecke und sogar blauer Himmel herrschte Zeitweise im Stein. Unter der Vogelstange brachten die Wetterumschwünge jedenfalls kaum Unruhe. Bis zur Feuerpause herrschte Gedränge an den Gewehren. Heiner Schleimer schoss den Apfel und das Zepter sicherte sich Guido Widlitzki, der später auch den linken Flügel schoss. Die Krone ging an Stefan Pietz und den rechten Flügel schossen „die Gieselaner“ Matthias Tuss und Sebastian Hoffmann mit einem Parallelschuss. Gegen halb zwölf setzte die erste Schauer ein und im Kugelfang steckte der Vogel harte Treffer ein. Ralf Geilen und Heiner Schleimer lieferten sich einen harten Kampf und die Königswürde, wobei der Brudermeister und 1. Vorsitzende mit Schuss Nr. 467 das Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Grund genug für die vielen Besucher im Stein, den neuen König und seine Ehefrau Margret hoch leben zu lassen. Die Kinder in der Grundschule hatten es schnell mitbekommen, dass „ihr Hausmeister“ neuer Schützenkönig ist. Kurzerhand kamen Lehrer und Kinder zur Vogelstange marschiert, um unter lautem Anfeuern „ihren König“ zu feiern. Sichtlich gerührt spendierte der Geehrte eine Runde Cola für die Kinder. Glückwünsche nahmen Heiner und Margret Schleimer auch von Bürgermeister Werner Eickler und Ortsvorsteher Heinz Schmidt entgegen. Das Königspaar steht nun im Jahr des Kreisschützenfestes, welches im September in Niedersfeld gefeiert wird, dem Schützenvolk vor. Zunächst aber feierte das Schützenvolk unter der Vogelstange bis in den späten Nachmittag. Immer wieder zogen leichte und kräftige Regenschauer herüber, die aber der guten Laune überhaupt keinen Abbruch taten. Am Abend formierte sich der letzte große Festzug. Es ging „auf den Hagen“. Dort wartete das neue Königspaar mitsamt Hofstaat. Begeistert nahmen die Festzugteilnehmer ihren neuen König und Brudermeister auf. Zwar war durch einen einsetzenden Regenschauer die Straße nass, aber während des Festzuges blieben die Regenschleusen geschlossen. Hauptmann Jens Mantel hatte nun als 2. Vorsitzender die Aufgaben seines Brudermeisters mit zu übernehmen. Er begrüßte das Königspaar mit Hofstaat in der Schützenhalle unter lautem Beifall vieler Besucher. Nach dem Königs- und Kindertanz folgte eine kräftige Feier bis in den frühen Morgen. Jung und Alt haben einmal mehr gezeigt, wie schön man gemeinsam feiern kann. Das Niedersfelder Schützenfest lebt damit die Tradition des Gemeinsinns weiter. Gute Aussichten also auf das 125-jährige Jubiläum in zwei Jahren.
Das Schützenfest 2010 war ein Fest der Freude, ein Fest der Festzüge und ein Fest des guten Wetters. Daran konnte auch nicht der kleine Regenschauer zum Festzug am Samstagabend etwas ändern. Zuvor eröffnete das Blasorchester Brilon das Schützenfest mit den Ständchen.
Mit den Ehrungen am Abend traten verdiente Schützenbrüder auf die Tanzfläche, die lange Jahre der Bruderschaft die Treue hielten. Hubert Geilen wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Leider konnte er persönlich nicht kommen, sein Sohn nahm die Ehrung stellvertretend entgegen. Erich Reichel und Josef Schmidt (Essen) blickten auf 60 Jahre Vereinszugehörigkeit zurück. Heribert Freisen, Günter Grosser, Karl-Josef Schmidt, Hans-Jürgen Vieweger, Bernhard Hachmeyer, Reinhold Kräling, Siegward Mörchen und Heinz Voß erhielten einen Orden für 50-jährige Treue zum Verein. 40 Jahre der Bruderschaft gehören Jürgen Hauke, Rudolf Kretzer, Ferdi Steinrücken und Helmut Tuss an.
Wenig später eröffneten die Majestäten den Tanzabend, der durch die Bigband des Blasorchesters stimmungsvoll gestaltet wurde.
"Flagge zeigen", dieses Thema stand im Mittelpunkt der Predigt von Pastor Unterhalt. Der Präses der Bruderschaft konnte ein volles Gotteshaus zum Schützenhochamt vorweisen. Die musikalische Gestaltung übernahm das Blasorchester Brilon und die Darbietungen gingen vielen Besuchern unter die Haut. Zum anschließenden Frühschoppen gesellten sich die vielen Besucher in die Schützenhalle, bevor sich am frühen Nachmittag der Festzug formierte.
Das amtierende Königspaar Dirk und Sonja Harbecke wurde mitsamt Hofstaat abgeholt. Das Wetter spielte perfekt mit und nahmen viele Schützenbrüder am Festzug teil. Mit dem Jubelkönigspaaren Friedhelm und Rosemarie Schneider (25 Jahre) und Helmut und Philomena Mantel (40 Jahre) sowie dem Jungschützenkönigspaar Marco Kreutzmann und Angelina Schleimer und dem Kinderschützenkönigspaar Till Borgmann und Noelle Gartz nahmen 5 Königspaare am großen Festzug teil. Begleitet durch die Blasmusik Niedersfeld, dem Blasorchester Brilon, dem Tambourcorps Brilon und der Stadtfeuerwehrkapelle Hildfeld sahen die vielen Zuschauer einen sehr schönen Festzug. Ortsvorsteher Heinz Schmidt erinnerte am Ehrenmal an die schlimmsten Zeiten Deutschlands und mahnte, die Auswirkungen von Krieg und Gewalt nicht zu vergessen.
Der zweistündige Festzug mündete in der Schützenhalle mit den Ehrungen der Jubelpaare. Daran schloss sich der Königs- und Kindertanz an. Wenig später spielten alle 4 Musiken ein Gemeinschaftsstück, welches die Halle selten erlebt hat. Diese Darbietung hatte die Bruderschaft dem Dirigenten des Blasorchesters Brilon zukommen lassen, denn er gibt nach 20-jähriger Tätigkeit den Stab in andere Hände. Brudermeister Heiner Schleimer dankte Ludger Weber für das Engagement und zeigte sich erfreut darüber, dass er als Musiker weiterhin aktiv dabei sein werde.
Der große Zapfenstreich stellte am Sonntagabend einen weiteren Höhepunkt dar. Die Musiker aus Brilon verstanden es, das Stück in würdiger und erhabener Form zu spielen und die vielen Zuhörer dankten es mit andächtiger Teilnahme. Der Abend klang bei sehr guter Stimmung, viel Tanz und Musik aus.
Zum Antreten am Montagmorgen lud die Bruderschaft erstmals auf den Kirchplatz in der Dorfmitte ein. Von dort aus marschierte der Festzug zur Vogelstange im Stein. Dort hielt ein spannendes Vogelschießen die Zuschauer in Atem. Und wer nicht selbst dabei sein konnte, verfolgte das Treiben unter der Vogelstange über Twitter. Die ersten 100 Schüsse verkraftete der Vogel ohne größere Schäden. Christian Tuss holte mit dem 180. Schuss die Krone, zuvor sicherte sich Guido Widlitzki das Zepter. Matthias Tuss holte nach 80 Minuten mit dem 377. Schuss den rechten Flügel und bei Schuss Nr. 411 ging ein großes Raunen durch den Stein, als sich der Vogel gefährlich drehte. Es wurde immer spannender. Tobias Kräling und Manuel Schmidt lieferten sich und den Zuschauern ein Vogelschießen, welches nach knapp 500 Schüssen um 12 Uhr Mittags seinen Höhepunkt erreichen sollte. Tobias Kräling feuerte den noch vorhandenen linken Flügel von der Stange und versetzte anschließend dem Rest des hölzernen Vogels einen kräftigen Schlag. Stück für Stück fiel von der Stange, bis um 12.05 Uhr Manuel Schmidt mit dem 539. Schuss ein Ende setzte und die Arme gen Himmel strecken konnte. Der 27-jährige Industriemeister nahm seine Freundin Anja Sauerwald zur Königin. Die Menge unter der Vogelstange jubelte dem neuen Königspaar kräftig zu und verabschiedete Dirk und Sonja Harbecke mit Jubelgesängen.
Keine Wolke war am Schützenfestmontag am Himmel. Die Temperaturen hielten sich im angenehmen Bereich und wer einen der begehrten Schattenplätze ergattern konnte, fand perfekte Feierbedingugnen vor. Mit dem Ausmarsch aus dem Stein wurde der König nach Hause gebracht. Nach einer kurzen Pause traten die Schützen am Abend an der Schützenhalle an, um das neue Königspaar und den Hofstaat in Empfang zu nehmen. Gleich drei Musiken begleiteten den Festzug. Die Niedersfelder Blasmusik begleitete ihren aktiven Musiker Manuel Schmidt in die Schützenhalle und auch die Feuerwehr gab ihrem aktiven Feuerwehrmann die Ehre. Die Teilnahme am letzten Festzug war überaus gut und an den Straßen fanden sich sehr viele Zuschauer, die dem neuen Königspaar zujubelten.
"Ein perfektes Fest geht ins Finale", so lud Hauptmann Jens Mantel die Festteilnehmer zum letzten Tanzabend ein. Die Briloner Musiker heitzten kräftig ein und wurden dabei höchstpersönlich vom Schützenkönig Manuel Schmidt unterstützt. Seine Gesangstalente begeisterten die Festgäste, die dem Schützenkönig frenetisch zujubelten. Bis spät in die Nacht wurde der dritte Schützenfesttag gefeiert, bevor sich letztmalig die Türen zur Schützenhalle schlossen. Die Niedersfelder und die Festgäste erlebten drei Tage lang ein sehr harmonisches und erlebnisreiches Schützenfest.