Hillebachsee
Hillebachsee

Hillebachsee

Sportlich erholsam geht es am Hillebachsee zu. Eine Runde spazieren gehen oder selbst mal auf die Wasserski steigen? Der Hillebachsee ist als Erholungs- und Freizeitgebiet die richtige Adresse. Herzlich willkommen an der höchstgelegenen Talsperre nordwestdeutschlands.

 
 
 
 
 

Wenn ich den See seh, brauch ich kein meer mehr

 
 
  • Barrierearm
    Der rund 1,6 km lange Rundweg um den Hillebachsee ist asphaltiert und für Kinderwagen, Rollstühle, Gehhilfen, Skater oder Bobbycars gut geeignet. Es gibt mehrere barrierefreie Zuwege vom Parkplatz aus.

  • Beleuchtung
    Der Rundweg um den Hillebachsee ist früh morgens und bis spät abends durch Straßenlampen beleuchtet.

  • Freizeit, Entspannung
    Sportlich, gemütlich, aktiv. Entscheiden Sie selbst, ob sie eine Runde Fußball oder Beachvolleyball spielen, am Badestrand relaxen, ein paar Bahnen schwimmen oder um den See laufen, joggen, walken. Minigolf, Wasserski, Angeln und einfach nur auf Beobachtungstour gehen, ist natürlich auch möglich.

  • Parken, Anfahrt
    Sie erreichen den Hillebachsee unter der Anschrift: Grönebacher Straße 100.
    In der Ortsmitte biegen Sie von der B480 auf die L872 in Richtung Medebach ab. Nach wenigen hundert Metern liegt der Hillebachsee auf der Höhe am Ortsausgang rechts. Parkplätze sind direkt am See vorhanden, es wird eine Parkgebühr erhoben.
 
 

Entstehung und Technik

Erste Planungen zur Erholungs- und Freizeitanlage Hillebachsee"
Im Jahr 1970 wurden durch die Gemeinde Niedersfeld einige Grundstücke, auf denen der heutige See ist, erworben bzw. gegen andere Grundstücke eingetauscht. Im September 1970 wurde die Notwendigkeit einer Gesamtplanung gesehen, worauf ein Gesamtplan durch Gartenarchitekt Benesch erstellt wurde. Dieses war unter anderem für eine Zuweisung von Landesmitteln notwendig.
Amtsdirektor Dohle ist es gelungen, das Amt Niedersfeld an den Erholungsschwerpunkt Winterberg anzubinden, worauf die interministerielle Kommission am 23.11.1971 feststellt, dass die Erholungsanlage als förderwürdig anerkannt wird.

Im Dezember 1972 werden im Speisesaal der Dorfhalle Grundstücksverträge geschlossen, die insgesamt Flächen von gut 14 ha für 347.830 DM beinhalten. Etwa ein Jahr später werden die Kosten für die Erstellung des Sees mit 7.3 Mio DM beziffert, davon hatte die Gemeinde 1.265.000 DM selbst zu erbringen. Angesichts dieser Kosten werden die Wünsche für das Drumherum um den See etwas eingeschränkt, da die Größe der Wasserfläche einvernehmlich bestehen bleiben soll.

Im Frühjahr 1974 werden einige Schlauchkernbohrungen notwendig, zudem wird ein Auftrag an die TH in Berlin erteilt, wonach ein Modellversuch für die Hochwasserentlastungsanlage erstellt werden soll.
Im Dezember 1974 werden weitere 2,8 ha für 177070,90 DM erworben. Die letzte Ratssitzung des Gemeinderates der Gemeinde Niedersfeld fand am 31.12.1974 statt. In dieser Sitzung wurde ein Ingenieursvertrag verabschiedet, Aufträge vergeben und letzte Beschlüsse gefasst. Zu einem weiteren Treffen des ehemaligen Rates trafen sich die Herren in Berlin, um das Modell der Hochwasserentlastungsanlage an der TU Berlin zu besichtigen.

Am 2. August 1975 setzen Bürgermeister Schorbus, Stadtdirektor Dohle und Ortsvorsteher Borgmann den ersten Spatenstich. Im Mai 1976 kommen einige Vertreter des Innenministeriums. Zuvor hatte sich sowohl der alte Gemeinderat wie auch der neue Stadtrat geweigert, die Parkplatzflächen zu verlegen (Forderung des Ministeriums). Die Ministeriumsvertreter stellten zwar weitere Landeszuschüsse in Aussicht, machten dieses aber von der Verlegung der Parkflächen abhängig. Erneut stellte sich der Rat gegen die Vorstellungen des Ministeriums und blieb zunächst beharrlich. Letztlich musste der Bebauungsplan, der die Erholungsanlage und weitere Gebiete (u.a. Tennisplatz, Parkplatzanlagen) überarbeitet und geändert werden. Viele Sitzungen waren hierfür notwendig, in denen eine kontroverse Diskussion geführt worden war.

Wasseroberfläche: 85.000 m2

  • Nord-Süd-Länge: 274 m im Maximum
  • Ost-West-Länge: 337 m im Maximum
  • Länge Rundweg: 1,6 km
  • Größe der gesamten Anlage: 289.000 m2
  • Wasservolumen: 365.000 m3
  • Tiefe: 11,50 m
  • Stauzielhöhe: 544,50 m über NN
  • Durchfluß Ablauftrichter: 34,2 m3 pro Sekunde

Der Höhenunterschied am Ablauf des Hillebachsees ist geeignet, eine Wasserkraftanlage anzutreiben. Sie wird privat betrieben und liefert unter anderem den Strom für die Beleuchtung rund um den See. Der darüber hinaus gewonnene Strom wird in das allgemeine Stromversorgungsnetz der Westnetz GmbH (RWE) eingespeist.

Im weiteren Verlauf der Hille, die in der Ortsmitte in die Ruhr mündet, gibt es noch weitere Wasserkraftwerke in privater Trägerschaft.

 
 

 
 

Baden, Tauchen und Angeln

Die aktuellen Wassertemperaturen lassen sich an der Seehütte oder an der DLRG Rettungswache in Erfahrung bringen.

Der durchschnittliche Temperaturverlauf an der Oberfläche sieht wie folgt aus:

  • Januar: Eisfläche
  • Februar: Eisfläche
  • März: Eisfläche bis 5 ° C
  • April: 6° C bis 10 ° C
  • Mai: 8 ° C bis 14 ° C
  • Juni: 12 ° C bis 16 ° C
  • Juli: 14 ° C bis 22 ° C
  • August: 14 ° C bis 22 ° C
  • September: 13 ° C bis 18 ° C
  • Oktober: 8 ° C bis 14 ° C
  • November: 6 ° C bis 11 ° C
  • Dezember: 6 ° C bis Eisfläche
 
 

Es gibt Tageskarten, Wochenkarten und Jahreskarten. Sie bekommen die Karten an der Seehütte, am Parkscheinautomaten am Seeparkplatz und demnächst auch online auf dieser Seite.

Die Preise sind:

  • Tageskarte 10 Euro
  • Wochenkarte 40 Euro
  • Jahreskarte 175 Euro

Achtung: Auf den Erlaubnisscheinen aus dem Parkscheinautomat steht nur sehr klein, dass es ein Erlaubnisschein ist. Ansonsten sieht er aus wie ein normales Parkticket.

Der See beherbergt zahlreiche Fischarten, die jedes Jahr durch Neubesatz verstärkt werden. Teilweise pflanzen sich die Arten auch selber fort, so dass alle Größen im Hillebachsee vertreten sind.

Ursprünglich war der See als reines Forellengewässer gedacht gewesen, was aber schon nach wenigen Jahren aufgegeben werden musste. Mittlerweile ist er ein typisches deutsches Gewässer mit einem Bestand an vielen unterschiedlichen Arten.

Da aber nach wie vor viele Angler gerne eine Forelle fangen möchten, werden jedes Jahr etliche fangreife Forellen eingesetzt.

Auf die folgenden Arten kann der Angler im Hillebachsee treffen:

  • Aale: sehr vereinzelt
  • Barsche: reichlich und in allen Größen
  • Brassen: einige wenige große Exemplare
  • Forellen: in allen Größen bis zu 60 cm
  • Hechte: in allen Größen, vereinzelt auch sehr große Exemplare
  • Karpfen: kaum kleine, große bis über 30 Pfd.
  • Saiblinge: vereinzelt
  • Schleien: werden ganz selten gefangen
  • Rotaugen: reichlich und viele sehr große
  • Zander: in allen Größen
 
 

Tipps zum Angeln am Hillebachsee

Tipp 1
Da der See recht gleichförmig ist, fällt es manchmal schwer den Fisch zu finden. Der Einlauf der Hille in den See sieht zwar sehr verlockend aus, ist aber ziemlich überfischt. Erfolgversprechender hingegen ist der Bereich um den Wall der Badezone. Auch der Übergang vom tiefen Teil in die sanft ansteigenden Unterwasserebenen ist immer lohnend.

Tipp 2
Im Sommer ist der Unterwasserbewuchs ziemlich nervig für den Angler, aber dafür sind im Kraut die Fangaussichten sehr gut. Passen Sie Ihr Gerät an den starken Pflanzenbewuchs an und Sie werden dort schöne Fänge machen.

Tipp 3
Falls Sie schon immer ein kapitales Rotauge fangen wollten, am Hillebachsee haben Sie die besten Chancen. Bereiten Sie einen dunklen Futterteppich vor, den Sie noch mit einigen zerschnittenen Würmern und Partikelködern würzen. Und dann starten Sie Ihre Sitzung zum Abend hin mit Mais oder Tauwurm. Der Tauwurm kann als Geheimtipp gesehen werden, da sich die großen Rotaugen erstaunlicherweise die Tauwürmer selbst an großen Aalhaken immer wieder schnappen. Sie fangen damit zwar weniger, aber dafür nur die ganz großen Rotaugen. Und eine schmackhafte Forelle zwischendurch kann ja auch nicht schaden.

Tipp 4
Suchen Sie die Kleinfischschwärme nach der Laichzeit, dann werden Sie mit Sicherheit auch große Barsche finden.

 
 

Fischereiregeln am Hillebachsee

Streckenabschnitte und Anzahl + Art der Fanggeräte:

Hillebachsee Niedersfeld vom Staudaum bis zum Einlauf der Hille in den See mit zwei Handangeln
Ruhr zwischen Ruhrbrücke an der Kirche und Steinbruch Wiemeringhausen mit einer Spinnrute oder Fliegenrute

Zeitraum:
von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Pro Tag dürfen entnommen werden:
Erlaubnis Hillebachsee:

  • 3 Forellen oder 3 Aale oder
  • 1 Hecht oder Zander oder
  • 1 kg Barsche bzw. 1 Barsch über 1 kg Köpergewicht oder
  • 3 kg Rotaugen und Brassen gemischt

Erlaubnis Ruhr:

  • 2 Forellen größer als 35 cm

Nicht entnommen werden dürfen u.a.:

  • Äschen
  • Karpfen
  • Welse
  • Schleien
  • Mühlkoppen
  • Muscheln & Krebse

Weitere Bedingungen:

Die Mindestgröße für Kunstköder (ausgenommen Fliegen) beträgt an der Ruhr 6 cm.
Beim Angeln an der Ruhr sind alle Widerhaken anzudrücken oder widerhakenfreie Haken zu benutzen.
Das Angeln vom Boot ist verboten. Nachtangeln ist verboten.
Der Einsatz von Beifängern, Paternostern, Reusen, Netzen, Legeschnüren, Sprengmitteln, Stromschlägen und Harpunen ist verboten.
Müll, der im Umkreis von 2 Metern um den Angelplatz herum liegt, wird dem Angelplatznutzer zugerechnet und ist vom Angler unaufgefordert zu entsorgen.
Das Grillen oder Feuermachen ist verboten.
Das Befahren des Seeufers und der Wege um den See mit motorisierten Fahrzeugen ist verboten.
Das Hinterlassen von Angelschnüren, Haken, Tüten, Glas und sonstigem Müll führt zum sofortigen Erlöschen der Angelerlaubnis.
Das Absägen von Bäumen, Ästen, Büschen oder Ausreißen von Pflanzen führt zum sofortigen Erlöschen der Angelerlaubnis. Falls der gerade verwendete Angelplatz mit frisch ausgerissenen Pflanzen vorgefunden wurde, muss sich der Angler die Tat zurechnen lassen.

 
 

Tauchen im Hillebachsee

Der Hillebachsee ist ein Tauchgewässer mit ganz besonderem Reiz. Er ist nicht besonders tief (max. 11,50 m) und auch die Sicht ist eher nicht vorhanden. Aber dafür ist der See eine echte Herausforderung an die Orientierungsfähigkeit und die Kaltwasserbeständigkeit. Es gibt verschiedene Punkte im See, deren direkte Ansteuerung unter Wasser die Orientierungsfähigkeit sehr gut schulen. Die Sicht liegt meist zwischen 30 cm und 1m, die Sprungschicht auf 6-7m Tiefe. Bitte führen Sie eine Tauchlampe mit Spotfunktion mit sich, da unter der Sprungschicht absolute Dunkelheit herrscht. Auf Grund der Wassertemperatur, die schnell auf 4 ° C fällt, sind auch kaltwassertaugliche Geräte Pflicht.

Als Ziele zum Navigationstraining eignen sich der Einlauf, der Abflusstrichter, die diversen Stege und der Eingang zur Badebucht. Aber auch der Flusslauf durch den gesamten See ist auf jeden Fall ein interessantes Ziel. Und als besonderes Highlight können Sie versuchen die versteckte Quellfassung zu finden. Zum Trichter sei noch gesagt, dass er auch unter Wasser Abläufe besitzt, es besteht folglich Soggefahr. Halten Sie einen Sicherheitsabstand ein.

Die Unterwasserstruktur ist hauptsächlich durch Sedimentablagerungen (profan: Schlamm) geprägt, der durch die Hille von den Wiesen in den See gespült wird. Deutlich hebt sich aber der ehemalige Flusslauf der Hille ab. Der See fällt von Süden nach Norden kontinuierlich ab, wobei die ersten 2/3 langsam von 2m auf 4,5 m fallen. Der tiefste Punkt liegt am Trichter, den Sie automatisch treffen, wenn Sie dem Flusslauf folgen.

Ein guter Einstieg ist der Steg vor der Seehütte, von dort peilen Sie den Einlauf an, von dort den Trichter, und biegen dann dort unter Wasser nach Osten ab und versuchen (mit Glück an der Quellfassung vorbei) den Tretbootsteg zu treffen. Die Strecke dauert je nach Kondition und Orientierungsfähigkeit 40-50 Minuten.

Bitte melden Sie Ihren Tauchgang bei der DLRG Rettungswache an, damit die Rettungskräfte sich auf die Anwesenheit von Tauchern einstellen können und auch ein zusätzliches Auge auf Ihre Sicherheit haben.

Dorfgemeinschaft Niedersfeld e.V.   •   Josefsweg 1   •   59955 Winterberg  

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