Hochheidepanorama im Herbst - Hochsauerland Wanderfestival
Hochheidepanorama im Herbst - Hochsauerland Wanderfestival

1. Hochheide-Tag am Sonntag, 10. September 2017

Erlebnis Heideblüte: Spüre den Duft der Heide und ihre prächtigen Farben

Programmvorschau

  • 9.00 Uhr: Beginn des Hochheidetages mit Sternwanderungen der SGV- und UGV-Abteilungen aus den umliegenden Orten (nähere Infos folgen)
  • 10.30 Uhr: Eintreffen der Wandergruppen an der Hochheidehütte, anschließend Gelegenheit zum gemeinsamen Frühstück dort (Selbstzahler, um Anmeldung wird gebeten)
  • 12.15 Uhr: Rudelsingen (gemeinsames Singen) am Heidekreuz (Station 4 Goldener Pfad)
  • 13.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst am Heidekreuz

Themenwanderungen auf der Hochheide

13.45 Uhr ab Heidekreuz:

  • "Bergheideführung mit Besuch der Wanderschäferei"
    Dauer: 1 Std.
  • "Gesundheitswanderung"
    Dauer: 1 Std.
  • "Landschaftstherapeutische Führung"
    Dauer: 2 Std.

14.45 Uhr ab Heidehütte:

  • "Bergheideführung mit Besuch der Wanderschäferei"
    Dauer: 1 Std.
  • "Gesundheitswanderung"
    Dauer: 1 Std.

Begleitausstellung rund um die Heidehütte:

  • Lehrbienenstand: Insektenschutz in Südwestfalen
  • Rollende Waldschule: Die Tiere heimischer Wälder
  • Hochheide-Kultur: Warum die Heide kahl ist

ca. 15.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken an der Hochheidehütte (Selbstzahler)

ca. 16.30 Uhr Verabschiedung der Wandergruppen und Rückwanderung zum Heimatort (Ankunft für 18 Uhr geplant)

Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte
Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte
Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte
Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte

Die Niedersfelder Hochheide ist die größte der europaweit seltenen Bergheiden in Nordwestdeutschland. Auf einer Höhe von mehr als 800 Metern liegt sie im Naturschutz- und FFH-Gebiet „Neuer Hagen“. Bergheiden sind Lebensräume für Spezialisten unter den Tieren und Pflanzen. Zu diesen zählen die langsam wachsenden Zwergsträucher Heidekraut, Blaubeere und Preiselbeere, sowie die seltene Krähenbeere und Rauschbeere. Raubwürger, Kuckuck und viele andere Tierarten finden auf der Hochheide ihren Lebensraum. Ein besonderer Anblick ist die große Herde mit Heidschnucken und Ziegen, die einmal im Jahr durch das Gebiet zieht, um den zum Erhalt notwendigen „Pflegebiss“ durchzuführen.

Diese besondere Naturfläche ist beliebt bei Sportlern, Wanderern und Naturfreunden und ist aufgrund ihrer exponierten Lage zwischen Willingen und Winterberg-Niedersfeld Ziel hundertausender Menschen. Die Fläche und das Umfeld wird land- und forstwirtschaftlich kultiviert, um in dieser Form bestehen zu können. Die Hochheide ist ein geschichtsträchtiger Ort für Niedersfeld und zentriert eine Vielzahl von Wander- und Radwegen sowie Angeboten zur Entschleunigung. Mit einem großen Investitionsprojekt hat im Jahr 2015 die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH die touristische Inwertsetzung der Niedersfelder Hochheide mit Mitteln der EU verwirklichen können.

Der HochHeideTag soll die besondere Natur, ihre Historie, ihre Funktion, ihren Schutzwert und ihren Nutzwert besonders in Szene und in Wert setzen. Wissensvermittlung, Spiritualität, Gesundheitsprävention, Naturerleben, Entschleunigung und Regionalität stehen an diesem Tag im Mittelpunkt des Geschehens. Der 1. HochHeideTag findet am Sonntag, 10. September 2017 statt und ist eine Kooperation folgender Organisationen: Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Tourist-Information Willingen, Zweckverband Naturpark Diemelsee, Hochheidehütte Niedersfeld, Verkehrsverein Niedersfeld, Sauerländischer Gebirgsverein, Upländer Gebirgsverein

 

Der Goldene Pfad

Der "Goldene Pfad" bringt Sie zurück auf den Boden der Natur. Hier ist nämlich 'Doktor Natur' am Werk, wenn Sie die 10 Stationen des Goldenen Pfades erwandert, erlebt und verinnerlicht haben. Rund 5 Kilometer führt dieser Rundwanderweg über die Niedersfelder Hochheide, die am Fuße des Langenbergs über den Achthunderter Bergen thront

Sie gelangen zum Goldenen Pfad, in dem Sie der Beschilderung "Hochheide" folgen. Diese finden Sie im Ortskern Niedersfeld, direkt an der B 480. Die Auffahrt zur Hochheide ist direkt in der Ortsmitte des Dorfes.

Die Fotos wurden uns von der Ferienwelt Winterberg zur Verfügung gestellt.

WinterTraum Hochheide

Die Fotos wurden uns von der Ferienwelt Winterberg zur Verfügung gestellt.

 

Einmalige Natur auf dem Dach Nordwestdeutschlands

Die größte der europaweit seltenen Bergheiden in Nordwestdeutschland liegt in Niedersfeld. Die weite, baumarme Landschaft verwandelt sich im Spätsommer in einen rosafarbenen Teppich aus Heideblüten. Zu Recht zählt das Schutzgebiet zu den Naturschätzen Südwestfalen.

 
 
 

Alte Kulturlandschaft auf kargem Grund

Im Osten des Hochsauerlandkreises, an der Landesgrenze zu Hessen, findet man bei Niedersfeld das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Neuer Hagen“. Das Areal, das auf einer Höhe von mehr als 800 Metern liegt, ist auch unter der Bezeichnung „Niedersfelder Hochheide“ bekannt. Auf rund 57 ha Fläche findet man hier Bergheide, die anders als die bekanntere Sandheide des Tieflandes (z.B. Lüneburger Heide) nur noch auf kleinen Flächen vorhanden ist.

Lebensraum für Spezialisten

Hoch- oder Bergheiden werden durch das Heidekraut und zwei weitere Zwergstraucharten, Heidelbeere und Preiselbeere, gebildet. Zu diesen gesellen sich drei weitere, wesentlich seltenere Zwergstraucharten: Die Krähenbeere, die Glocken-Heide und die Rauschbeere, die sogar direkt am zentralen Wanderweg vorkommt. Noch eine auffällige, gefährdete Pflanzenart ist der Wacholder, der auf der Heide selten die sonst typische Säulenform annimmt, sondern bedingt durch Wind und Wetter kriechende Wuchsformen aufweist. Auf den Übergängen der Heide zu Borstgrasrasen wächst Arnika, die auch als Berg-Wohlverleih bekannt und eine alte Heilpflanze ist. Weitere wertvolle und interessante Lebensräume des Gebietes sind Quell- und Moorbereiche. In den Feuchtbereichen und dem Quellmoor im östlichen Teil des Gebietes fühlen sich Torfmoose, Wollgras und das Wald-Läusekraut wohl.

Bei der Vogelwelt der Niedersfelder Hochheide fallen vor allem Wiesenpieper, Baumpieper und Kuckuck durch ihre Lautäußerungen auf. Alle drei Vogelarten sind in Nordrhein-Westfalen gefährdet. Der vom Aussterben bedrohte Raubwürger findet in den Bergheiden noch ausreichend Nahrung und Brutplätze. An den Wegrändern und in der lückigen Heidevegetation sonnen sich Waldeidechsen und Feld-Sandlaufkäfer.

Mit der Aufgabe der Heidewirtschaft in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts verschwanden viele Heiden durch Aufforstung und natürliche Wiederbewaldung. Die Niedersfelder Hochheide ist durch Flächenkauf, Schutzgebietsausweisung und Pflegemaßnahmen erhalten geblieben. Jedes Jahr ist im Gebiet eine Herde aus Heidschnucken und Ziegen unterwegs und sorgt für den "richtigen Biss". So kommt es, dass sich dem Betrachter auch heute noch eine weite, offene Heidelandschaft präsentiert, die mit einzelnen, wettergezeichneten Kiefern, Fichten und Wacholdern durchsetzt ist und einen ganz besonderen Charme aufweist.

Den Text haben wir folgender Website entnommen: http://www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de

 
 
 
 

 
 

Wandern und Rasten

Im Jahr 2005 wurde die Hochheidehütte am Rothaarsteig, direkt am Fuße der Hochheide erbaut. Seither ist die Hütte täglich ab 10 Uhr geöffnet und bietet neben sauerländer Spezialitäten einen Ausblick aus 800 Höhenmetern auf das Sauerland.

 
 

 
 

hilfreiche Tipps für mehr Achtsamkeit in der Natur

Seit über einem Jahr bringt der Landschaftstherapiepfad in der Niedersfelder Hochheide Wanderern Achtsamkeit und Wertschätzung der Natur erfolgreich nahe. Mit der Erstellung einer begleitenden Broschüre ist das umfangreiche Projekt nun abgeschlossen.

Jenseits der von Menschenhand geschaffenen Regelmäßigkeit gestaltet die Natur ihre Kunstwerke. Wer sie wahrnimmt und sie in sich aufgehen lässt, lernt loszulassen und sich auf wichtigere, wesentlichere Dinge zu konzentrieren. Diese Wirkung lässt sich nicht messen, dennoch spüren wie, wohltuend sie ist. Das 28seitige Heft gibt Tipps, wie Besucher die zehn Achtsamkeitsstationen auf sich wirken lassen können.

Auf dem Landschaftsbalkon nehmen Wanderer die Weite des Raumes wahr und lernen, sich nicht in Kleinigkeiten zu verlieren, sondern das Wesentliche zu erkennen. Die nächste Station „Heide sehen und verstehen“, weist der Flyer auf die vielen unterschiedlichen Pflanzen hin, die alle zusammen die riesige Heidefläche bilden.

Mitten in der Heide ein Notenschlüssel – die nächste Station. Dort empfiehlt die Anleitung, dem Lied des Windes, des Waldes, der Vögel und der Insekten zu lauschen und damit eine weitere Sinneswahrnehmung zu schärfen. „Der Sinn von allem“ liegt unter einer geschützten Fichte neben einem Kreuz. In dieser „Stube“ darf der Suchende sich geborgen und sicher fühlen.

Diese und viele weitere Stationen präsentiert die Broschüre. Zu allem erzählt die Anleitung kleine, hilfreiche Geschichten und die dort wartenden Wohltaten. Erhältlich ist die kleine Broschüre in der Tourist-Information Winterberg und Hallenberg.

Der Landschaftstherapiepfad wurde gefördert mit Mitteln der Europäischen Union. Der Weg selbst wurde im Juni 2015 eröffnet. Die ersten ausgebildeten Landschaftscoaches erhielten wenige Monate später, im Herbst, ihre Zertifikate. Sie nehmen die Gäste an die Hand und helfen ihnen Achtsamkeit zu erlernen und die Natur zu genießen. Ab Frühjahr 2017 gibt es wieder feste Termine für Führungen. Mit der aktuellen Broschüre ist das Projekt nun komplett.

 

Dorfgemeinschaft Niedersfeld e.V.   •   Josefsweg 1   •   59955 Winterberg  

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