Hochheidepanorama im Herbst - Hochsauerland Wanderfestival
Hochheidepanorama im Herbst - Hochsauerland Wanderfestival

1. Hochheide-Tag am Sonntag, 10. September 2017

Heidefrühstück, geführte Touren, Rudelsingen im niedersfelder Naturschutzgebiet

Programm

  • 9.00 Uhr: Beginn des Hochheidetages mit Sternwanderungen der SGV- und UGV-Abteilungen aus den umliegenden Orten
  • aus Niedersfeld ab Kirche
  • aus Grönebach ab Kirche
  • aus Willingen ab Tourist-Information

  • 10.30 Uhr: Eintreffen der Wandergruppen an der Hochheidehütte, anschließend Gelegenheit zum gemeinsamen Frühstück dort (Selbstzahler, um Anmeldung wird gebeten)
  • 12.15 Uhr: Rudelsingen (gemeinsames Singen) am Heidekreuz (Station 4 Goldener Pfad)
  • 13.00 Uhr: Ökumenischer Hochheidegottesdienst am Heidekreuz (Station 4 Goldener Pfad)

Themenwanderungen auf der Hochheide

13.45 Uhr ab Heidekreuz:

  • Gesundheitswanderung
    Dauer: 1,5 Std. mit Ingomar Balkenhol, zertifizierter Gesundheitswanderführer
  • Geschichte der Hochheide - Ökologische Bedeutung der Bergheiden mit Besuch der Wanderschäferei - Hubert Koch, Förster i.R. und Benedikt Wrede, Wiss. Mitarbeiter Biostation HSK
    Dauer: 1 Std.
  • Landschaftstherapeutische Führung
    Dauer: 2 Std. - Hans Schild, Waldpädagoge
  • Gipfelwanderung zum Langenberg mit SGV-Wanderführer Uli Lange

14.45 Uhr ab Heidehütte:

  • Geschichte der Hochheide - Ökologische Bedeutung der Bergheiden mit Besuch der Wanderschäferei, Hubert Koch, Förster i.R. und Benedikt Wrede, Wiss. Mitarbeiter Biostation HSK
    Dauer: 1 Std.

Informationen aus der Natur an der Heidehütte:

  • Lehrbienenstand: Insektenschutz in Südwestfalen
  • Rollende Waldschule: Die Tiere heimischer Wälder
  • Falkner - fast - zum Anfassen

ca. 15.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken an der Hochheidehütte (Selbstzahler)

ca. 16.30 Uhr Verabschiedung der Wandergruppen und Rückwanderung zum Heimatort (Ankunft für 18 Uhr geplant)

Foto: Ferienwelt Winterberg
Foto: Ferienwelt Winterberg
Foto: Ferienwelt Winterberg
Foto: Ferienwelt Winterberg

Änderungen, auch kurzfristige, können nicht ausgeschlossen werden.

 

Ein Meer von blühendem Heidekraut färbt die Winterberger Hochheide im Spätsommer kräftig lila. Dazwischen wachsen dunkelgrüne Wacholdersträucher und ein paar silbrige Birken. Wenn Mutter Natur auf dem „Dach des Sauerlandes“ den Malkasten auspackt, ist das wahrlich ein Fest wert. Mit dem ersten Hochheide-Tag am 10. September rückt die Ferienwelt Winterberg gemeinsam mit ihren Partnern die zauberhafte Niedersfelder Heidelandschaft in den Blickpunkt.

Sobald sich die ersten Morgennebel verzogen haben und der Blick frei über die bläulich schimmernden Gebirgszüge des Hochsauerlandes schweift, machen sich Wanderer in Richtung Niedersfeld auf. Unter Regie des Sauerländischen und des Upländer Gebirgsvereins – SGV und UGV – führen Sternwanderungen aus den umliegenden hessischen und westfälischen Orten bis zur Hochheide-Hütte. Dort haben Wirt Ralf Geilen und sein Team für angemeldete Gäste ein üppiges Wanderfrühstück angerichtet.

Lieder schallen übers Land, wenn die Wanderer beim Rudelsingen am Heidekreuz gemeinsam verschiedene Songs intonieren. Dann sind alle schon eingesungen für den ökumenischen Gottesdienst in freier Natur.

Bei Themenwanderungen entdecken Gäste die Schönheit der Hochheide unter verschiedenen Aspekten. Eine geführte Tour lenkt den Fokus auf die besondere Landschaftsform der Bergheide und führt bis zur Wanderschäferei. Heidschnucken sind als „natürliche Rasenmäher“ verantwortlich für den Erhalt des „kahlen“ Gebirgskopfes am Neuen Hagen. Tief ein- und ausatmen, heißt es bei der Gesundheitswanderung in frischer Bergluft. „Bewegte“ Pausen lockern die Tour auf.

Ein landschaftstherapeutischer Streifzug führt über den „Goldenen Pfad“ mit seinen zehn Achtsamkeitsstationen und im Angebot ist auch eine Gesundheitswanderung. Fast wie eine kleine Reise ins eigene Ich erleben Wanderer dort Naturgenuss, lassen sich von der Weite des Raumes beeindrucken, meditieren unter Bäumen oder an der murmelnden Hoppecke-Quelle. Ein historischer Rundgang lenkt die Aufmerksamkeit auf die Entstehung der seltenen Kulturlandschaft Hochheide und ihre Bewirtschaftung.

Natur pur vermitteln auch Ausstellungsstände rund um die Hochheide-Hütte. So erfahren Gäste am Lehrbienenstand Wissenswertes zum Insektenschutz in Südwestfalen, und die Rollende Waldschule präsentiert heimische Tiere. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken geht’s mit vielen Eindrücken zurück in die Unterkunft oder nach Hause.

Auskunft geben die Tourist-Informationen in Winterberg (Telefon 02981/92500), Willingen (T. 05632/9694353) und Niedersfeld (T. 02985/550). Infos und Frühstücksanmeldungen unter www.hochheidetag.de.

Programm, siehe oben

Der 1. Hochheide-Tag ist eine Kooperation folgender Organisationen: Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Tourist-Information Willingen, Zweckverband Naturpark Diemelsee, Biologische Station Hochsauerlandkreis e.V., Hochheidehütte Niedersfeld, Verkehrsverein Niedersfeld, Sauerländischer Gebirgsverein, Upländer Gebirgsverein.

 

Erlebnis Heideblüte: Spüre den Duft der Heide und ihre prächtigen Farben

Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte
Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte
Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte
Foto: Thomas Buchloh, Hochheideblüte

Die Niedersfelder Hochheide ist die größte der europaweit seltenen Bergheiden in Nordwestdeutschland. Auf einer Höhe von mehr als 800 Metern liegt sie im Naturschutz- und FFH-Gebiet „Neuer Hagen“. Bergheiden sind Lebensräume für Spezialisten unter den Tieren und Pflanzen. Zu diesen zählen die langsam wachsenden Zwergsträucher Heidekraut, Blaubeere und Preiselbeere, sowie die seltene Krähenbeere und Rauschbeere. Raubwürger, Kuckuck und viele andere Tierarten finden auf der Hochheide ihren Lebensraum. Ein besonderer Anblick ist die große Herde mit Heidschnucken und Ziegen, die einmal im Jahr durch das Gebiet zieht, um den zum Erhalt notwendigen „Pflegebiss“ durchzuführen.

Diese besondere Naturfläche ist beliebt bei Sportlern, Wanderern und Naturfreunden und ist aufgrund ihrer exponierten Lage zwischen Willingen und Winterberg-Niedersfeld Ziel hundertausender Menschen. Die Fläche und das Umfeld wird land- und forstwirtschaftlich kultiviert, um in dieser Form bestehen zu können. Die Hochheide ist ein geschichtsträchtiger Ort für Niedersfeld und zentriert eine Vielzahl von Wander- und Radwegen sowie Angeboten zur Entschleunigung. Mit einem großen Investitionsprojekt hat im Jahr 2015 die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH die touristische Inwertsetzung der Niedersfelder Hochheide mit Mitteln der EU verwirklichen können.

Der HochHeideTag soll die besondere Natur, ihre Historie, ihre Funktion, ihren Schutzwert und ihren Nutzwert besonders in Szene und in Wert setzen. Wissensvermittlung, Spiritualität, Gesundheitsprävention, Naturerleben, Entschleunigung und Regionalität stehen an diesem Tag im Mittelpunkt des Geschehens.

Der 1. HochHeideTag findet am Sonntag, 10. September 2017 statt und ist eine Kooperation folgender Organisationen: Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Tourist-Information Willingen, Zweckverband Naturpark Diemelsee, Biologische Station Hochsauerlandkreis e.V., Hochheidehütte Niedersfeld, Verkehrsverein Niedersfeld, Sauerländischer Gebirgsverein, Upländer Gebirgsverein

 

Der Goldene Pfad - Landschaftstherapie auf der Hochheide

Der "Goldene Pfad" bringt Sie zurück auf den Boden der Natur. Hier ist nämlich 'Doktor Natur' am Werk, wenn Sie die 10 Stationen des Goldenen Pfades erwandert, erlebt und verinnerlicht haben. Rund 5 Kilometer führt dieser Rundwanderweg über die Niedersfelder Hochheide, die am Fuße des Langenbergs über den Achthunderter Bergen thront

Sie gelangen zum Goldenen Pfad, in dem Sie der Beschilderung "Hochheide" folgen. Diese finden Sie im Ortskern Niedersfeld, direkt an der B 480. Die Auffahrt zur Hochheide ist direkt in der Ortsmitte des Dorfes.

Die Fotos wurden uns von der Ferienwelt Winterberg zur Verfügung gestellt.

Einmalige Natur auf dem Dach Nordwestdeutschlands

Die größte der europaweit seltenen Bergheiden in Nordwestdeutschland liegt in Niedersfeld. Die weite, baumarme Landschaft verwandelt sich im Spätsommer in einen rosafarbenen Teppich aus Heideblüten. Zu Recht zählt das Schutzgebiet zu den Naturschätzen Südwestfalen.

 

Ein Traum: Die Hochheide in Bildern

Fotos: Winfried Borgmann

Fotos: Ferienwelt Winterberg

 

Alte Kulturlandschaft auf kargem Grund

Im Osten des Hochsauerlandkreises, an der Landesgrenze zu Hessen, findet man bei Niedersfeld das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Neuer Hagen“. Das Areal, das auf einer Höhe von mehr als 800 Metern liegt, ist auch unter der Bezeichnung „Niedersfelder Hochheide“ bekannt. Auf rund 57 ha Fläche findet man hier Bergheide, die anders als die bekanntere Sandheide des Tieflandes (z.B. Lüneburger Heide) nur noch auf kleinen Flächen vorhanden ist.

Lebensraum für Spezialisten

Hoch- oder Bergheiden werden durch das Heidekraut und zwei weitere Zwergstraucharten, Heidelbeere und Preiselbeere, gebildet. Zu diesen gesellen sich drei weitere, wesentlich seltenere Zwergstraucharten: Die Krähenbeere, die Glocken-Heide und die Rauschbeere, die sogar direkt am zentralen Wanderweg vorkommt. Noch eine auffällige, gefährdete Pflanzenart ist der Wacholder, der auf der Heide selten die sonst typische Säulenform annimmt, sondern bedingt durch Wind und Wetter kriechende Wuchsformen aufweist. Auf den Übergängen der Heide zu Borstgrasrasen wächst Arnika, die auch als Berg-Wohlverleih bekannt und eine alte Heilpflanze ist. Weitere wertvolle und interessante Lebensräume des Gebietes sind Quell- und Moorbereiche. In den Feuchtbereichen und dem Quellmoor im östlichen Teil des Gebietes fühlen sich Torfmoose, Wollgras und das Wald-Läusekraut wohl.

Bei der Vogelwelt der Niedersfelder Hochheide fallen vor allem Wiesenpieper, Baumpieper und Kuckuck durch ihre Lautäußerungen auf. Alle drei Vogelarten sind in Nordrhein-Westfalen gefährdet. Der vom Aussterben bedrohte Raubwürger findet in den Bergheiden noch ausreichend Nahrung und Brutplätze. An den Wegrändern und in der lückigen Heidevegetation sonnen sich Waldeidechsen und Feld-Sandlaufkäfer.

Mit der Aufgabe der Heidewirtschaft in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts verschwanden viele Heiden durch Aufforstung und natürliche Wiederbewaldung. Die Niedersfelder Hochheide ist durch Flächenkauf, Schutzgebietsausweisung und Pflegemaßnahmen erhalten geblieben. Jedes Jahr ist im Gebiet eine Herde aus Heidschnucken und Ziegen unterwegs und sorgt für den "richtigen Biss". So kommt es, dass sich dem Betrachter auch heute noch eine weite, offene Heidelandschaft präsentiert, die mit einzelnen, wettergezeichneten Kiefern, Fichten und Wacholdern durchsetzt ist und einen ganz besonderen Charme aufweist.

Den Text haben wir folgender Website entnommen: http://www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de

Wandern und Rasten: Die Hochheidehütte Niedersfeld

Im Jahr 2005 wurde die Hochheidehütte am Rothaarsteig, direkt am Fuße der Hochheide erbaut. Seither ist die Hütte täglich ab 10 Uhr geöffnet und bietet neben sauerländer Spezialitäten einen Ausblick aus 800 Höhenmetern auf das Sauerland.

hilfreiche Tipps für mehr Achtsamkeit in der Natur

Seit 2015 bringt der Landschaftstherapiepfad in der Niedersfelder Hochheide Wanderern Achtsamkeit und Wertschätzung der Natur erfolgreich nahe. Mit der Erstellung einer begleitenden Broschüre ist das umfangreiche Projekt nun abgeschlossen.

Jenseits der von Menschenhand geschaffenen Regelmäßigkeit gestaltet die Natur ihre Kunstwerke. Wer sie wahrnimmt und sie in sich aufgehen lässt, lernt loszulassen und sich auf wichtigere, wesentlichere Dinge zu konzentrieren. Diese Wirkung lässt sich nicht messen, dennoch spüren wie, wohltuend sie ist. Das 28seitige Heft gibt Tipps, wie Besucher die zehn Achtsamkeitsstationen auf sich wirken lassen können.

Auf dem Landschaftsbalkon nehmen Wanderer die Weite des Raumes wahr und lernen, sich nicht in Kleinigkeiten zu verlieren, sondern das Wesentliche zu erkennen. Die nächste Station „Heide sehen und verstehen“, weist der Flyer auf die vielen unterschiedlichen Pflanzen hin, die alle zusammen die riesige Heidefläche bilden.

Mitten in der Heide ein Notenschlüssel – die nächste Station. Dort empfiehlt die Anleitung, dem Lied des Windes, des Waldes, der Vögel und der Insekten zu lauschen und damit eine weitere Sinneswahrnehmung zu schärfen. „Der Sinn von allem“ liegt unter einer geschützten Fichte neben einem Kreuz. In dieser „Stube“ darf der Suchende sich geborgen und sicher fühlen.

Diese und viele weitere Stationen präsentiert die Broschüre. Zu allem erzählt die Anleitung kleine, hilfreiche Geschichten und die dort wartenden Wohltaten. Erhältlich ist die kleine Broschüre in der Tourist-Information Winterberg und Hallenberg.

Der Landschaftstherapiepfad wurde gefördert mit Mitteln der Europäischen Union. Der Weg selbst wurde im Juni 2015 eröffnet. Die ersten ausgebildeten Landschaftscoaches erhielten wenige Monate später, im Herbst, ihre Zertifikate. Sie nehmen die Gäste an die Hand und helfen ihnen Achtsamkeit zu erlernen und die Natur zu genießen. Ab Frühjahr 2017 gibt es wieder feste Termine für Führungen. Mit der aktuellen Broschüre ist das Projekt nun komplett.

Sie können die Broschüre bei der Tourist-Information Winterberg bestellen.

Sie erhalten diese auch im Verkehrsbüro Niedersfeld.

 

Dorfgemeinschaft Niedersfeld e.V.   •   Josefsweg 1   •   59955 Winterberg  

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